13.02.2018

AllianceBernstein Schweiz AG

Fünf Gründe, die 2018 für die Schwellenmärkte sprechen

Aktien aus den Emerging Markets (EM) haben 2017 eine beachtliche Erholung hingelegt, nach einer Reihe von schwierigen Jahren. Doch es ist noch nicht zu spät, um zu investieren. Wir glauben, dass es weiterhin gute Argumente für ein Engagement in den Schwellenmärkten gibt.

Im vergangenen Jahr stieg der MSCI Emerging Markets Index auf USD-Basis um 37,3 %, weitaus mehr als die Industrieländer. Diese Aufholjagd stützt sich auf viele Veränderungen im konjunkturellen Umfeld, die ebenso wie hohes Gewinnwachstum zu einer besseren Anlegerstimmung bezüglich EM-Aktien beigetragen haben. EM-Unternehmen werden in diesem Jahr Schätzungen zufolge ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 13,2 % erreichen. Doch selbst nach der Rallye des vergangenen Jahres sehen wir fünf gute Gründe für weitere Kursgewinne:

  • Attraktive Bewertungen – Selbst nach einem hervorragenden Jahr 2017 werden EM-Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 12-Monatssicht von 12,5 gehandelt. Das ist ein Abschlag von 27 % gegenüber den Industrieländern. Und es ist nur wenig mehr als Ende 2016, als das vorausschauende KGV bei 11,9 lag.
  • Aufholjagd hat erst begonnen – EM-Unternehmen haben einige harte Jahre hinter sich, geprägt von mageren Gewinnen, geringer Profitabilität und niedrigen Bewertungen. Es gibt noch erhebliches Aufholpotenzial zur Konkurrenz aus den Industrieländern. In der Vergangenheit dauerten EM-Zyklen stets mehrere Jahre. Zwischen 2002 und 2007 erzielte der MSCI Emerging Markets durchschnittlich Jahreserträge von 28,6 % auf USD-Basis.
  • Ertragsquellen – Die Performance von 2017 stützte sich vornehmlich auf Gewinnwachstum, nicht auf höhere Bewertungen. Das deutet auf erhebliches weiteres Ertragspotenzial für EM-Aktien hin.
  • Erholung breitet sich aus – Chinesische Aktien und Technologietitel waren primär für das Comeback von 2017 verantwortlich. Wir glauben, dass die Rallye sich im Zuge weiteren Gewinnwachstums und verbesserter Stimmungslage auf weitere Sektoren und Länder ausdehnen könnte.
  • Nachlassende Risiken in China – Positive Anzeichen aus China mehren sich, darunter eine anziehende Erzeugerpreisinflation und höhere Profitabilität von Rohstoff- und Industrieunternehmen. Wir glauben, dass diese Trends die Risiken im Bankensystem senken werden. Und ein besserer Ausblick für China könnte zu einem insgesamt besseren Stimmungsumfeld für EM-Aktien führen. Der Anlegerfokus könnte sich dadurch mehr auf die Geschäftsgrundlagen der Unternehmen richten.

Was bei Investments beachtet werden sollte

Es gibt viele Wege, in EM-Aktien zu investieren. Unserer Ansicht nach sollte jeder Ansatz sich auf die Unternehmensgrundlagen als Ausgangspunkt fokussieren, anstatt auf volkswirtschaftliche Trends aus der Vogelperspektive. Wir glauben, dass fundamentale Titelauswahl die Länder- und Branchengewichtung bestimmen sollte.

Ebenso ist es wichtig, sich nicht an der Benchmark zu orientieren. Die EM-Indizes sind sehr ineffizient und könnten Anleger zu Klumpenrisiken in unattraktiven Marktsegmenten verleiten. Durch ein benchmarkunabhängiges Portfolio können Anleger unserer Überzeugung nach ein höheres Ertragspotenzial abschöpfen.

Selbstredend ist die Volatilität für EM-Anleger ein nicht zu ignorierendes Risiko. Trotz positiver Gewinntrends und attraktiver Bewertungen müssen Gefahren für einzelne Aktien und die Marktstabilität stets im Auge behalten werden. Der geeignete Weg, um das nächste Stadium der EM-Erholung mithilfe eines der individuellen Risikotoleranz angepassten Ansatzes zu nutzen, ist unserer Meinung nach ein dezidierter Fokus auf Unternehmensresearch und sorgfältige Titelauswahl.

Die hier geäußerten Einschätzungen und Meinungen sind weder Analysen noch Investmentberatung oder Anlageempfehlungen. Sie geben nicht notwendigerweise die Ansichten aller Portfoliomanagementteams von AB wieder.

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