01/19/2021

Bellevue Asset Management Ltd

Eine Sternstunde in der Geschichte der Medizin

In der COVID-19-Bekämpfung hat eine neue Impfstoff-Technologie bahnbrechende Erfolge erzielt. Biotechfirmen spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Die Gesundheitsindustrie hat in der Corona-Pandemie eine Glanzleistung erbracht. Weniger als ein Jahr dauerte es, bis Impfstoffe auf der Grundlage einer neuen Technologie den Sprung zur Marktreife schafften. Von einer breiten Öffentlichkeit wird dieser bahnbrechende Erfolg wohl erst gewürdigt, wenn die Eindämmung der medizinischen und ökonomischen Folgen von COVID-19 sichtbar wird.

mRNA-Vakzine sind die Vorreiter
58 Impfstoffe gegen das SARS-CoV2-Virus befanden sich der Fachzeitschrift „The Lancet“ zufolge Ende 2020 in der klinischen Entwicklung. Grosse Gewinner sind die mRNA-Impfstoffe. Diese neuartige Technologie zeigte sich bei klinischen Studien funktionaler als herkömmliche Impfverfahren und erhielt als Erste die Marktzulassung. Als Botenmolekül liefert mRNA die Bauanleitung für menschliche Zellen, damit diese ohne bedrohliche Infektion die Stachel-Strukturen, auch genannt Spike-Protein, des Coronavirus herstellen können. Diese Proteine lösen eine Immunreaktion aus, die vor einer COVID-19 Infektion oder einem schweren Verlauf schützt. Die mRNA geht dabei nie in den Zellkern, sondern veranlasst nur das Umschreiben der kodierten Informationen in das Virusprotein, gegen das der Körper im Anschluss einen Schutz mit Hilfe seiner Immunantwort bildet. Bestätigen die jetzt anlaufenden, breit angelegten Impfungen ihre durchschlagende Wirkung, die in klinischen Studien beobachtet wurden, könnte sich die mRNA-Technologie in Zukunft als neuer Standard auch bei Impfungen gegen andere Virusinfektionen etablieren. Die beiden seit Ende 2020 zugelassenen Produkte von Pfizer/BioNTech und Moderna werden in den nächsten Monaten vor allem in den Industrieländern zum Einsatz kommen. Der Impfstoff von CureVac wird vermutlich nicht vor Mitte 2021 die Zulassung erhalten. Diesen zeitlichen Nachteil wird das Unternehmen mit zwei Pluspunkten zu kompensieren versuchen. Das Vakzin lässt sich leichter lagern und kühlen als die beiden Frühstarter und kann mit einer geringeren Dosierung seine Wirkung entfalten. Darüber hinaus nimmt CureVac verstärkt Schwellenländer als Absatzmärkte ins Visier.
 
 
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